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Dienstag, 09.02.2010

Kuriose Weinerlebnisse 2009




Österreichisch Weiß ist nichts anderes als der ziemlich unbekannte Abkömmling des Heunisch - einer der Ahnensorten des europäischen Weinbaus. Inzwischen sind beide fast verschwunden aus den Rebbergen des Kontinents, nur ein paar Übrigbleibsel existieren, und ein paar Freaks machen tatsächlich noch Wein daraus.

Der geschätzte Kollege Helmut Knall brachte dankenswerterweise eine kleine Flasche 2008er Österreichisch Weiß mit an eine Heunisch-Verkostung. Gekeltert wurden die Trauben vom Weingut Leth, das sich - nebenbei - auf die Pflege historischer Reben spezialisiert hat. Und: Der Wein war gar nicht schlecht, schlank, frisch, mit knackiger Säure ausgestattet, ein wenig neutral, leicht hefig, erfrischend.
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Samstag, 30.01.2010

Grünewald, aber ja




Nochmal unverlangt eingesandt - diesmal erfreulich. Das Weingut Grünewald an der Nahe schickte einige Flaschen junger Weine. Unter dem Strich kann man sagen: preiswert und gut.
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Dienstag, 26.01.2010

Casino-Weine


Die Casino Privatkellerei war auch mir bislang kein Begriff. Doch wie durch ein Wunder gelangten eines schönen Wintertages sechs Probeflaschen aus diesem Unternehmen auf meinen Schreibtisch. Das Ergebnis: Ein Wein fiel aus der


Rolle, die übrigen waren sauber vinifizierte, aber eher einfache Weine mit Noten, die auf Kaltgärung bzw. Maischerhitzung zurückzuführen sein dürften.
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Alte Burgunder, taufrisch (3)


9. 1945 Clos de Vougeot, Moillard-Grivot, Propriétaires

Der zweite 45er - und eindeutig der bessere Wein. Mittlere bis dunkle
Farbe, etwas flüchtige Säure, süße, jugendlich wirkende Frucht; straff,
saftig, deutliche Säure, finessenreich, beinah feingliedrig, lässt auch
nach einer halben Stunde im Glas nicht nach. 92
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Sonntag, 24.01.2010

Alte Burgunder, taufrisch (2)




Alte Burgunder können zu den faszinierendsten Weinen der Welt gehören - und das weiß ich spätestens seit diesem denkwürdigen 9. Januar, als ein Weinfreund in Oberhausen seine gesammelten Burgunder öffnete. Mit erstaunlichen Ergebnissen...
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Sonntag, 10.01.2010

Alte Burgunder, taufrisch



Gut, es mag ja sein, dass der Winzer damals ein paar Tropfen Rhônewein zur Verbesserung eingesetzt haben. Macht aber nichts, und es tat dem Wein vielleicht sogar gut. Er wirkte jedenfalls noch richtig jugendlich, die Farbe war kräftig, und Ermüdungserscheinungen waren auch keine festzustellen. Und es war mitnichten der einzigen spannenden Burgunder auf einer eindrucksvollen Verkostung.
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Donnerstag, 07.01.2010

Verpasste Chance




Die Idee ist nicht neu, aber sie ist immer wieder verführerisch: Man mache einen Guide, in welchem die aktuell verfügbaren Weine der Supermärkte gelistet und bewertet werdenn. Die Autorin Cordula Eich hat sich diesmal durchgetestet durch die Sortimente von Lidl, Aldi, Penny und Co. Leider ist der Versuch in die Hose gegangen - und zwar gründlich.
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Dienstag, 05.01.2010

Roussillon, 100 Jahre alt


Alte Süßweine aus dem Roussillon sind vergleichsweise erschwinglich,
wenn man sie mit ihren Pendants aus Madeira und vom Douro vergleicht –
und sie sind deutlich leichter zu bekommen als gereifte Beerenauslese
von der Mosel, als Elsässer Sélections de Grains Nobles oder
Burgenländer Ausbrüche. Bis 1950 zurück findet man oft noch für 50 bis
80 Euro eine Flasche Maury, Banyuls oder Rivesaltes. Auch Raritäten aus
den Vierziger, den Dreißigern oder den Zwanzigern sind zu Preisen
erhältlich, für die man nicht mal eine halbe Flasche
erstklassifizierten Bordeaux eines jüngeren Jahrgangs kaufen könnte.
Erst jenseits dieser Grenze wird es auch hier knapp:
Roussillon-Spezialitäten aus den Zehnern des letzten Jahrhunderts sind
nicht überall verfügbar, und die Kostbarkeiten aus dem 19. Jahrhundert
werden nur noch bei wenigen Erzeugern aufbewahrt. Immerhin – bis 1878
darf man sich zurücktrinken und muss im teuersten Falle 500 Euro für
eine halbe Flasche Rivesaltes ausgeben.


Alte Roussillonweine, mal ambré, mal tuilé (Foto: Rainer Witte, www.info-roussillonweine.de)
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Sonntag, 03.01.2010

10 Weintrends für das Jahr 2010, Teil eins


Es scheint ja in Mode zu kommen, Trends für das Weinjahr 2010 aufzustellen. Nun denn - hier sind meine:



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Donnerstag, 31.12.2009

Alles Gute für den Jahreswechsel und 2010...




...sowie einen guten Sekt, Cava, Spumante oder Prosecco wünsche ich herzlich!
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Dienstag, 29.12.2009

Gutes Brot in der Gastronomie - ein Trend für 2010?




Ein selbst gebackenes Brötchen bei Philippe Rochat. In diesem Drei-Sterne-Fall pflegt man noch die Sitte des Selberbackens. (Foto: Wolfi)


In alten gastrosophischen Büchern schwärmen die Autoren, meist gereifteren Alters und mit einem Embonpoint gesegnet, vom Brot in der guten Gastronomie. Die Herren (Frauen schrieben bis vor ein paar Jahren kaum je über Gastrothemen) müssten sich heute wundern. Selbst drei Sterne vor dem Restaurantnamen verpflichten noch längst nicht zu einem auswahlreiche und herausragenden Brotangebot.
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Sonntag, 06.12.2009

Navarra, der Sherry und die Frauen




Nirgendwo soll es so viele weibliche Winzer und Winemaker geben wie in der spanischen Region Navarra. Erzählt man sich jedenfalls in und um Pamplona. Nachgeprüft habe ich das nicht, aber da ich einige Frauen im Weinbusiness getroffen habe, könnte das schon sein.

Der erste Navarra-Eindruck ist baskisch: In der Altstadt von Pamplona wird demonstriert. Gegen die Verhaftung von irgendwem, so viel verstehe ich. Der zweite Eindruck: In den Restaurants und Tapas-Bars trinkt man nicht Cava und Sherry, sondern startet mit Navarra-Weißwein (Chardonnay, Viura oder eine andere Rebsorte), bevor man relativ rasch das Rotwein-Stadium erreicht.
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Freitag, 13.11.2009

Le Beaujolais arrive!


War das was im Nobember? Jawohl. Der Beaujolais kommt. Interessieren tut das längst keinen mehr, der Jungwein aus dem südlichen Burgund ist aus der Mode gekommen. Zu Recht und zu Unrecht - denn im Beaujolais wachsen fantastische Weine aus 100 Jahre alten Reben, die wenig kosten, manchmal überraschend gut altern und mit ihrer kühlen, feinen Frucht in die Zeit passen.

Doch einen gibt es noch, der den Beaujolais Nouveau feiert: Im Restaurant Isenburg, einem Klassiker der Kölner Gourmetszene, wird dem jungen Gamay ein ganzes Menü gewidmet. Wann? Natürlich am dritten Donnerstag im November, denn erst ab diesem Tag darf der Beaujolais Primeur verkauft werden!

Gänse-Rilette mit Feldsalat

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Apfel-Sauerkraut-Süppchen mit Blutwurstravioli



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Geschmorte Spanferkelbäckchen in Rotweinsauce mit Trüffelpüree

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Primeurbirne mit Marzipan-Eis

zu haben für 59 Euro im Restaurant Isenburg in Köln.
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Freitag, 06.11.2009

Visionärste Winzer der Schweiz - statt Winzer des Jahres

Visionärste Winzer der Schweiz gekürt



Der unabhängige Weinguide „Die besten 400 Weingüter der Schweiz“ kürt
erstmals die „visionärsten Winzer des Jahres“. Ausgezeichnet werden
jene Erzeuger, welche die besten Ideen und Konzepte für die Zukunft
haben – und dies in ihren Weinen umsetzen. Peter Wegelin,
experimentierfreudiger Weinmacher aus der Bündner Herrschaft, ist
ebenso darunter wie der Zürcher Jürg Saxer oder der Walliser
Josef-Marie Chanton. „Die ausgezeichneten Winzer gehen eigene Wege,
entziehen sich bewusst der Mode“, sagt Weinguide-Autor Wolfgang
Fassbender. Mit der Ernennung zu „Visionären des Schweizer Weinbaus“
hat er nach dem Erscheinen des Buches noch einige Monate gewartet, um
noch die Rotweine des Jahrgangs 2007 und die Weissen aus 2008 verkosten
zu können.



Lafnetscha-Traube im Wallis (Foto: WF)
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Montag, 02.11.2009

Fisch auf die süße Art: Fisch-Fiete in Keitum




Man soll vor Restaurantbesuchen nicht so viel im Internet stöbern. Kurz zuvor habe ich es doch getan und über Fisch-Fiete einiges Kritische gelesen. Von einer Oma stand da etwas, die schon mal mürrisch werde. Ein bisschen skeptisch ging ich die paar Meter vom Benen-Diken-Hof zum Klassiker-Restaurant von Keitum. Aber dann wird alles ganz anders...

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